
Im Jahre 1787 wird ein "Aichberger Kreuz" erwähnt; nach Erzählungen älterer Höbenbacher sei dieses Kreuz früher (angeblich zwischen 1830 und 1840) als Pestkreuz bezeichnet worden. 1830 gab es zwar keine Pest in Österreich, wohl aber trat um diese Zeit in Wien erstmals die Cholera auf, und man befürchtete eine Ausbreitung dieser Seuche. Daher sollten Choleratote nicht auf den Friedhöfen bestattet werden, sondern es sollten Begräbnisplätze außerhalb der Ortschaften gesucht werden. Möglicherweise wäre ein solcher Cholerafriedhof bei diesem Kreuz vorgesehen gewesen; glücklicherweise blieb unsere Heimat damals von der Krankheit verschont. Der Bildstock schließt direkt an die stirnseitige Mauer des Wohnhauses der Familie Grill an. Bei der letzten Renovierung erhielt dieses Marterl ein rotes Ziegelzeltdach und ein schmiedeeisernes Kreuz.