Einige Zeilen über die historische Entwicklung der Ortschaft Höbenbach (aus diversen Quellen zusammengetragen):
Einwohner: 389 (Stand von 2018)
Die erstmalige Erwähnung Höbenbachs erolgte im Jahr 1050 als "Horinginpach" laut historischem Ortsnamenbuch in der Göttweiger Gründungsurkunde. Zu dieser Zeit war Höbenbach bereits ein kleines Dorf, mit einem zentralen großen Wirtschaftshof. Von 1096 bis 1475 soll es laut historischen Aufzeichnungen im Bereich der heutigen Theyerner Straße einen Ort namens "Witzleinsdorf" gegeben haben, welcher teilweise im Sumpf versunken sein soll oder mit Höbenbach zusammenwuchs. Im Jahr 1743 vernichtete ein verheerender Brand die Kapelle und 36 Häuser. 1747 wurde die Kapelle wieder notdürftig aufgebaut, 1833 entschied man sich nach einem neuerlichen Großbrand schließlich für einen kompletten Neubau.
Weitere Aufzeichnungen berichten von einer großen Renovierung im Jahr 1902 und einer Glockenweihe im Jahr 1920. Den Turm, welcher ihr das heutige Aussehen verlieh, bekam die Kapelle erst 1953. In den 70ern erfolgte schließlich noch eine umfangreiche Innenrenovierung durch die Gemeinde, im Jahr 1990 erhielt die Kapelle ein elektrisches Läutwerk. 1997 wurde das Innere der Kapelle, im Jahr 2004 auch das Äußere der Kapelle neuerlich renoviert.
Neben dem Eingang zur Kapelle erinnern seit 1966 zwei Tafeln als Kriegerdenkmal an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Da die Ortschaft Höbenbach mehrmals von verheerenden Bränden heimgesucht wurde, begann man früh mit der Verehrung des hl. Florian, des Schutzpatrons vor Feuer, dem die Kapelle auch geweiht ist.
Die 1903 eröffnete Höbenbacher Volksschule war bis zur Gemeindezusammenlegung im Jahr 1974 in Betrieb, wegen Schülermangel und einer Schulorganisationsreform wurde die Schule stillgelegt, alle Volksschüler der Marktgemeinde besuchen seither die Volksschule in Paudorf.
Auf der Kuppe zwischen Höbenbach und Kuffern steht die 1895 errichtete Kapelle Maria Ellend, welche allerdings "gemeindetechnisch" schon zu Statzendorf (Bezirk St. Pölten) gehört. Das 1897 in der Nähe der Kapelle gebaute Ausflugsgasthaus erfreut sich nach mehreren Renovierungen und Ausbauten nach wie vor großer Beliebtheit.
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